Gartentipps für Mai

So wird der Garten bienenfreundlich!

Wenn sich Bienen im Garten so richtig wohlfühlen sollen, sollte man blütenreiche Stauden und Blumen anpflanzen, wie z. B. Borretsch. Diese bienenfreundliche Pflanze trägt, je nach Aussaat, von Juni bis zum Frost viele nektarreiche Blüten. Die Phazelie ist nicht umsonst auch als „Bienenfreund“ bekannt und lockt Wildbienen mit ihren blauvioletten Blüten an. Auch die Kapuzinerkresse stellt dank ihrer gelben, orangenen und roten Blüten eine hervorragende Wahl für alle Bienen dar. Ab Juli sind außerdem die Stauden Fetthenne, Sonnenblume und Blutweiderich ideale Bienenweiden.

Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei blühen zu unterschiedlichen Zeiten und sind ein wahrer Magnet für Bienen! Auch die rosa-weißen Blüten des Oregano sowie die Korianderpflanze locken Wildbienen und andere Insekten an. Auch eine Blumenwiese bietet Insekten reichlich Nahrung. Besonders gut eignet sich ein Mix aus Kornblumen und Klatschmohn. Die ideale Samenmischung sollte aus möglichst vielen einheimischen Pflanzen bestehen und bestenfalls nicht gleichzeitig verblühen.

Einige Wildbienen freuen sich über Nisthilfen. Nisthilfen mit Plexiglasröhrchen zur Beobachtung sind eher ungeeignet, da an ihnen Pilze entstehen können. Empfehlenswert sind Nisthölzer mit Bohrgängen, bei denen sich allein lebende Wildbienenarten in die Hohlräume einnisten können. Der Bau einer solchen Nisthilfe ist einfach – am besten verwendet man dafür entrindetes Holz.

Hybridpflanzen sollte man meiden, da die gefüllten Blüten von hochgezüchteten Pflanzen den Bienen ihre Nahrung nur vortäuschen. Da ihre Organe zu Blütenblättern umgewandelt wurden, produzieren Hybridpflanzen nämlich weder Pollen noch Nektar. Das macht sie nutzlos für Wildbienen. Samen von Hybridpflanzen erkennt man an dem Aufdruck „F1“ oder „Hybride“.

Forsythien blühen zwar wunderschön, verfügen aber weder über Staubgefäße noch über Duftsignale. Auch hier gibt es für Bienen keine Pollen und keinen Nektar zu holen. Die Pflanze ist unfruchtbar und bildet somit auch keine Früchte. Als wertvollere Alternative sollte man zu heimischen Sträuchern greifen – z. B. der Kornelkirsche.

Blumen, Stauden und Sträucher kauft man am besten in Gärtnereien, die Schädlinge auf natürliche Weise bekämpfen. Zierpflanzen aus Gartencentern oder Bau- und Supermärkten sind in Europa häufig stark mit bienengefährdenden Pestiziden belastet.

Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.

(Aus China)